Kalte Lungenentzündung in der Schwangerschaft

Die kalte Lungenentzündung ist eine spezielle Form der Lungenerkrankung, die ohne Fieber auftritt. Da sie mit einem grippalen Infekt verwechselt werden kann, müssen die ersten Anzeichen gerade in der Schwangerschaft ernst genommen werden. In der Zeit vor der Geburt besteht in einigen Fällen ein höheres Risiko für das ungeborene Kind.

Wie zeigt sich die kalte Lungenentzündung?

Symptome einer kalten LungenentzündungMeist entwickelt sich eine Lungenentzündung infolge einer bakteriellen Infektion. Die Krankheit kann zwar lebensbedrohlich werden, doch aufgrund der heute verfügbaren Antibiotika ist die Therapie sehr erfolgreich und eine vollständige Heilung in der Regel gegeben.

Die kalte Lungenentzündung wird auch atypische Lungenentzündung genannt. Da sie ohne Fieber auftritt, ist die Diagnose häufig schwer und es besteht die Gefahr der Verschleppung. Je nach Alter, Geschlecht und körperlicher Verfassung können unterschiedliche Symptome auftreten. Der Erkrankte fühlt sich abgeschlagen und matt, hat Gliederschmerzen und leidet unter trockenem Husten.

Schmerzen in der Brust und Rückenschmerzen deuten darauf hin, dass nicht nur die Bronchien, sondern auch die Lungen betroffen sein können. Hält dieser Länger als zwei Wochen an, sollte dringend ein Facharzt aufgesucht werden. Normalerweise klingt ein Erkältungshusten nach einer Woche wieder ab.

Ist die kalte Lungenentzündung ansteckend?

Auch die kalte Lungenentzündung ist ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Sie tritt häufiger bei Kindern auf, da diese in Schulen oder Kindergarten möglichen Infektionswegen stärker ausgesetzt sind. Ein höheres Ansteckungsrisiko haben außerdem ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem.

Lungenentzündungen sind seltene Komplikationen in der Schwangerschaft. Trotzdem ist eine solche Infektion nicht nur für die werdende Mutter eine Belastung, sondern auch für das ungeborene Kind. Die Schwangere muss mit Antibiotika behandelt werden, die in den Organismus eingreifen. Doch eine Lungenentzündung klingt nicht wie eine Erkältung von selbst ab. Sie muss immer behandelt werden.

Die werdende Mutter kann die Therapie durch richtiges Verhalten unterstützen. Jetzt ist es besonders wichtig, auf die verordnete Bettruhe zu achten und jede Anstrengung zu meiden. Eine gute Belüftung des Zimmers und feuchte Tücher in der Nähe des Bettes erleichtern die Atmung. Die Erkrankte sollte möglichst viel trinken, um die Bakterien aus dem Körper auszuschwemmen. Geeignet sind klare Gemüsebrühe, Tee und Mineralwasser.

Warum Infektion in der Schwangerschaft ein Risiko darstellen

Infektionen in der Schwangerschaft sind immer risikobehaftet, denn Krankheiten, die der Schwangeren normalerweise wenig ausmachen, können für das ungeborene Kind bedrohlich werden. Das ist möglich, weil die Erreger die Plazentaschranke überwinden und in den Organismus des Fötus eindringen können.

Trotzdem sollten sich werdende Mütter vom möglichen Risiko nicht zu sehr beunruhigen lassen, denn eine Infektion der Schwangeren bedeutet nicht automatisch die Infektion des Fötus. Das Ungeborene hat von Natur aus einen „Nestschutz“. Es kann von Infektionskrankheiten, die die Mutter bereits durchgemacht hat, nicht angesteckt werden, da es bereits Antikörper besitzt.